Sephardisches Museum in Toledo: Der Mudéjar-Stil als Symbol des Zusammenlebens der Kulturen

Die Synagoge del Tránsito in Toledo ist ein schönes Beispiel für den Mudéjar-Stil. Dieser Stil ist ein großartiges Beispiel für den multikulturellen Austausch im mittelalterlichen Spanien. Er basierte auf der Übernahme traditioneller islamischer Elemente in die nicht-muslimische, meist christliche Architektur. Sein Hauptmerkmal sind die Gipsornamente, die die Wände bedecken, so dass sie an gewebte Stoffe, hölzerne Dächer und maurische Bögen erinnern. Die Ornamente umfassen geometrische und pflanzliche Formen sowie Kalligrafie.In Toledo wurden diese Elemente in einer jüdischen Synagoge mit offenem Gebetsraum, einer Frauengalerie und einer Tora-Arche angebracht. Die Inschriften sind meist in hebräischer und auch in arabischer Sprache geschrieben. Juden, die lange Zeit unter den Muslimen lebten und später in christliche Königreiche kamen, spielten eine bedeutende Rolle bei der Vermittlung einiger Elemente der muslimischen Kunst, Literatur und Küche im gesamten christlichen Spanien und Europa.
Koexistenz: Jüdische Museen als Erinnerung an die Jahrhunderte jüdischer Präsenz und Koexistenz innerhalb der lokalen Bevölkerung Jüdische Museen in Europa bringen das Bedürfnis der europäischen Gesellschaften zum Ausdruck, sich mit ihrer schwierigen jüdischen Geschichte auseinanderzusetzen und das Schweigen, das den Holocaust umgab, zu brechen. Sie präsentieren die Perspektive einer Minderheit, die seit vielen Jahren in der europäischen Geschichte und Kultur präsent ist. Auf diese Weise erinnern sie uns an die multiethnische Vergangenheit einiger Länder oder Regionen. Ihre Ausstellungen präsentieren die jüdische Geschichte als Teil der lokalen Geschichte. Sie betonen die Koexistenz, die Zeiten friedlicher Zusammenarbeit und gegenseitiger Beeinflussung ebenso wie Konflikte und Krisenmomente umfasste. Sie zeigen auch den besonderen Charakter der jüdischen Kultur an einem bestimmten Ort. Die Erzählung der jüdischen Museen zielt darauf ab, die Besucher für die Idee der kulturellen Vielfalt und Toleranz zu öffnen.